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Was ist Loden und was ist Walk?

Beide Stoff­arten werden tradi­tio­nell zumeist aus Schaf­wolle gefer­tigt. Das Material wird durch die Einwir­kung von Hitze und Wasser verfilzt. Beim Loden ist dieses Ausgangs­ma­te­rial ein gewebter Stoff, beim Walk nimmt man gestrickte Ware.

Loden

Die Entste­hung

Bis heute wird dazu Schur­wolle zu einem Wollgarn gesponnen und weiter zu einem Wollstoff verwoben. Immer wieder wird der Stoff auch durch Beigabe von Alpaka- oder Kasch­mir­wolle verfei­nert.
Dieser Stoff wird anschlie­ßend durch kochendes Wasser in der „Walke“ stark verdichtet. Hier, im Herzstück der Loden­stoff­er­zeu­gung, entsteht der eigent­liche Loden. Der nasse Stoff wird solange geknetet („gewalkt“), bis er verfilzt und damit nicht nur hohe Festig­keit und ideale Wärme­ei­gen­schaften erhält, sondern auch wasser­ab­wei­send wird. Dabei sind die alten Maschinen oft die besten. So wird der Original Schlad­minger Loden, ein grober, extrem robuster Stoff aus steiri­scher Schaf­wolle, auch heute noch auf der alten Hammer­walke aus dem Jahr 1888 erzeugt.

Mehr als 40 Arbeits­schritte.

Die Ferti­gung erfor­dert viel an Wissen und Erfah­rung. Und es braucht bis zu 40 Arbeits­schritte – rauen, glätten, schären, bügeln, verstrei­chen, pressen, uvam. – bis der Stoff die gewünschte und bewährte Qualität erreicht.

Walkstoff

In der Strickerei wird Meter­ware, zumeist aus Schur­wolle, gefer­tigt. Druck, Bewegung, Anein­an­der­drü­cken, Zusam­men­stau­chen, Wasser und Wärme wirken auf den so entstan­denen Strick­ballen ein, während er zum Walk mutiert.

Von 30 Minuten bis 12 Stunden wird ein Strick­ballen gewalkt. Um das gewünschte Erschei­nungs­bild zu errei­chen, wird der Walkstoff abschlie­ßend flach­ge­trocknet, gepresst und mit Dampf behan­delt.

Bügeln und Pressen bei der Walkerzeu­gung

Diese Schritte sind wichtig, um anstatt eines wie früher kratzigen Stoffes, einen zeitge­mäßen, weichen Walkstoff zu bekommen. Nach dem Aufrau­enund der Schur der Oberfläche (für beson­ders weichen Griff und Pilling-Vermei­dung der Walkstoffe aus weichen Streichgarnen)kommen das wichtige Pressen und die Press­fi­xie­rung für einen seidigen Stoff­glanz. Verschie­dene Nassbe­hand­lungen (Appre­turen) oder das Pressen in der Mulden­presse für super­leichte Walkstoffe ermög­li­chen unter­schied­liche Walkqua­li­täten. Am Schluss kommt das Dekatieren (Dampf­be­hand­lung) zur Fixie­rung der gefer­tigten Qualität.

Wollarten

Öster­rei­chi­sches Bergschaf – robust, warm, klassisch schön

Die Tiere werden tradi­tio­nell vor und nach dem Almtrieb geschoren. Alte Handwerks­tra­di­tion bestimmt die Ferti­gung: spinnen, weben, walken. Aus dem robusten Loden­stoff wird warme, nässe- und schmutz­ab­wei­sende Beklei­dung gefer­tigt.

Alpaka – leicht und farben­froh

Alpaka-Wolle ist glatt, glänzend und weich im Griff. Sie ist extrem leicht, weil das Haar innen hohl ist. Diese Wollart stammt von den kamel­ähn­li­chen Alpakas, die vorwie­gend in Peru, Chile und Bolivien auf einer Höhe von 3.000m bis 5.000m leben, aber nun auch immer öfter in den Alpen gezüchtet werden.

Merino – Luftig weich, herrlich warm.

Merino­schafe sind eine sehr beliebte Rasse, gezüchtet in Südame­rika, Neusee­land, Südafrika und immer öfter auch in Europa. Die Tiere werden nur einmal im Jahr, jeweils im Frühjahr, in Handar­beit geschoren. Merino­wolle ist fein und weich, Merino-Stoffe zeigen sehr schöne, elegante Farben.

Cashmere – für wahre Kenner

Cashmere ist eine der kostbarsten und feinsten Fasern der Welt. Kasch­mir­ziegen leben im Himala­ya­ge­biet in großer Höhe und extremer Kälte, ihre Wolle ist unerreicht weich und angenehm. Max. 100 Gramm pro Jahr werden aus dem Flaum­haar eines Tieres gekämmt.

WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH